Planung & Konzept
Ein Fitnessraum ist noch kein Firmenfitness-Konzept.
Der Wunsch nach einem eigenen Fitness- oder Bewegungsbereich entsteht in Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Gründen. Manche möchten ihren Mitarbeitenden einen attraktiven zusätzlichen Benefit bieten. Andere wollen Bewegung und Prävention stärker im Arbeitsalltag verankern oder vorhandene Flächen sinnvoller nutzen.
Relativ schnell stellt sich dann die Frage: Welche Geräte benötigen wir? Aus unserer Erfahrung ist das jedoch selten die erste Frage, die beantwortet werden sollte.
Bevor über Laufbänder, Kraftgeräte, Freihantelbereiche oder Functional Training gesprochen wird, muss geklärt sein, wer den Raum später nutzt, welche Ziele damit verfolgt werden und wie der Betrieb im Alltag funktionieren soll. Genau hier beginnt die Bestandsaufnahme.
01 · Bestandsaufnahme
Die Ausgangslage verstehen.
Jeder Standort ist anders. Ein Unternehmen mit 80 Mitarbeitenden benötigt eine andere Lösung als ein internationaler Hauptsitz mit mehreren hundert oder tausend Mitarbeitenden. Ebenso unterscheidet sich ein bestehender Fitnessraum deutlich von einer Fläche, die erst noch umgenutzt werden soll.
Bei einer Bestandsaufnahme betrachten wir deshalb nicht nur die Quadratmeter. Relevant sind unter anderem:
- verfügbare Fläche und Raumgeometrie
- bestehende Infrastruktur
- Zugänge und mögliche Öffnungszeiten
- Anzahl und Struktur der Mitarbeitenden
- bestehende Gesundheits- und Bewegungsangebote
- bisherige Nutzung eines vorhandenen Fitnessbereichs
- Trainingsbedürfnisse und Zielgruppen
- Sicherheits- und Betriebsanforderungen
- Budgetrahmen
- Möglichkeiten für Betreuung und Kurse
- mögliche zukünftige Entwicklung
Das Ziel ist zunächst nicht, möglichst viel in einen Raum zu integrieren. Das Ziel ist zu verstehen, was dieser Raum für das Unternehmen leisten soll.
02 · Nutzung
Nutzung vor Ausstattung.
Ein häufiger Planungsfehler besteht darin, einen Fitnessraum über Geräte zu definieren. Ein Anbieter schlägt zehn oder zwanzig Geräte vor, diese werden in einen Grundriss eingezeichnet und daraus entsteht vermeintlich das Konzept.
Für uns funktioniert der Prozess umgekehrt. Zuerst definieren wir die Nutzung.
Individuelles Training
Welche Formen des selbstständigen Trainings sollen möglich sein?
Betreuung
Sollen Mitarbeitende durch Trainer oder weitere Fachpersonen begleitet werden?
Gruppenformate
Sind Kleingruppentrainings, Kurse oder angeleitete Einheiten vorgesehen?
Zielgruppen
Muss der Raum sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Trainierende funktionieren?
Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich entscheiden, welche Ausstattung tatsächlich sinnvoll ist. Das verhindert Fehlinvestitionen und sorgt dafür, dass die verfügbare Fläche effizient genutzt wird.
03 · Zielgruppen
Innerhalb eines Unternehmens gibt es nicht die eine Zielgruppe.
Ein sportlich erfahrener Mitarbeiter hat andere Anforderungen als eine Person, die nach mehreren Jahren ohne regelmässiges Training wieder mit Bewegung beginnen möchte. Hinzu kommen unterschiedliche Arbeitsprofile, körperliche Voraussetzungen und persönliche Ziele.
Ein gutes Firmenfitness-Konzept berücksichtigt deshalb unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten: für Einsteiger, regelmässig Trainierende, Mitarbeitende mit Fokus auf Prävention sowie Personen, die durch Fachpersonen begleitet werden.
04 · Zonenplanung
Aus der Analyse entsteht eine Zonenlogik.
Nach der Bestandsaufnahme beginnt die eigentliche Konzeptarbeit. Die Fläche wird nicht einfach mit Geräten gefüllt, sondern in funktionale Bereiche gegliedert.
Je nach Standort können beispielsweise folgende Zonen entstehen:
- Cardio
- Krafttraining
- Freihanteltraining
- Functional Training
- Mobility und Stretching
- Kurs- oder Kleingruppenflächen
- Regeneration
- Beratung und Betreuung
Entscheidend ist nicht nur, was in einer Zone steht. Auch Bewegungsfreiheit, Zugänglichkeit, Trainingswege, Sicherheit und die spätere Betreuung müssen funktionieren.
Eine gute Zonenplanung verbindet Training, Sicherheit, Nutzererlebnis und Betrieb.
05 · Ausstattung
Geräte werden erst jetzt ausgewählt.
Erst nach Nutzungskonzept und Zonenplanung beginnt die konkrete Ausstattungsplanung. PGHM arbeitet dabei markenunabhängig.
Ein Firmenfitness-Konzept sollte nicht aus dem Portfolio eines einzelnen Geräteherstellers entstehen. Die Ausstattung sollte aus den tatsächlichen Anforderungen des Unternehmens abgeleitet werden.
- Funktion
- Platzbedarf
- Nutzerfreundlichkeit
- Trainingsmöglichkeiten
- Qualität
- Service und Wartung
- Zugänglichkeit für unterschiedliche Leistungsniveaus
- Investitionskosten
- langfristige Nutzung
Mehr Geräte bedeuten nicht automatisch einen besseren Fitnessraum. Manchmal ist eine zusätzliche freie Trainingsfläche wertvoller als ein weiteres Kraftgerät.
06 · Betrieb
Ein Konzept muss auch den späteren Betrieb berücksichtigen.
Was passiert nach der Eröffnung? Wer beantwortet Fragen? Wer kontrolliert die Fläche? Wie werden neue Mitarbeitende eingeführt? Wer organisiert Trainer oder Kurse? Wie werden Defekte gemeldet? Und wie erkennt das Unternehmen, welche Angebote tatsächlich genutzt werden?
Deshalb betrachten wir bereits während der Planung den späteren Betrieb. Bei PGHM gehören Health Spaces und Corporate Health Operations eng zusammen.
Health Spaces definiert die Infrastruktur. Corporate Health Operations sorgt dafür, dass diese Infrastruktur später organisiert, betreut und weiterentwickelt werden kann.
07 · Entscheidungsgrundlage
Vom Grundriss zur belastbaren Entscheidungsgrundlage.
Am Ende der Konzeptphase sollte das Unternehmen wesentlich mehr besitzen als eine Geräteliste. Eine professionelle Konzeptgrundlage verbindet Nutzung, Zonenplanung, Ausstattung, Betriebsüberlegungen und Entwicklungsperspektive.
Nutzungskonzept
Wer nutzt den Bereich und wofür?
Zonenplanung
Wie werden Kraft, Cardio, Functional Training und freie Bewegungsflächen verteilt?
Ausstattungskonzept
Welche Geräte und Trainingsmittel werden tatsächlich benötigt?
Betriebsmodell
Wie funktionieren Zugang, Betreuung, Kommunikation, Qualität und spätere Entwicklung?
Fazit
Planung bedeutet, Entscheidungen vor der Investition zu treffen.
Die wichtigste Aufgabe eines guten Konzeptes besteht nicht darin, möglichst viele Ideen zu produzieren. Sie besteht darin, die richtigen Entscheidungen früh genug zu treffen.
Sobald Wände gebaut, Böden verlegt und Geräte bestellt sind, werden Änderungen teuer. Eine gründliche Bestandsaufnahme schafft deshalb Klarheit: Was benötigen wir wirklich? Was passt zu unseren Mitarbeitenden? Welche Fläche steht zur Verfügung? Was soll heute funktionieren – und was soll sich in den nächsten Jahren entwickeln können?
Genau daraus entsteht ein Firmenfitnessbereich, der nicht nur am Eröffnungstag gut aussieht, sondern langfristig genutzt werden kann.
PGHM Health Spaces
Von der Bestandsaufnahme bis zum späteren Betrieb.
PG Health Management entwickelt funktionale Fitness-, Bewegungs- und Gesundheitsräume für Unternehmen, Hotels, Kliniken und weitere professionelle Gesundheitsumfelder.
Wir begleiten Projekte von der Bestandsaufnahme und Konzeptentwicklung über die markenunabhängige Planung bis zur Realisierung und – wenn gewünscht – zum späteren Betrieb. Unsere Arbeit ist nicht auf die Schweiz beschränkt. Konzepte und Projektbegleitungen können auch international und standortübergreifend umgesetzt werden.
Health. Coordinated. bedeutet für uns deshalb auch: Raum, Nutzung und Betrieb von Anfang an miteinander zu verbinden.
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Vom fertigen Fitnessraum zum tatsächlichen Angebot: Der Kick-off entscheidet.
Im zweiten Teil zeigen wir, warum die Eröffnung eines Firmenfitnessbereichs nicht einfach bedeutet, die Tür aufzuschliessen – und wie Kick-off, Einführung und persönliche Betreuung darüber entscheiden, ob Mitarbeitende das neue Angebot tatsächlich nutzen.
Health Spaces
Planen Sie einen Firmenfitness- oder Gesundheitsbereich?
Ob bestehender Fitnessraum, geplante neue Fläche oder eine erste Idee: PGHM analysiert die Ausgangslage und entwickelt daraus ein funktionales Nutzungskonzept.
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